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Geschrieben

Meine Sprint T300 Bj. 97 springt kalt einigermaßen gut an.

Läuft und fährt super! 

Wenn sie aber sehr warm bzw. heiß gefahren wurde, springt sie mit E-Starter nur extrem schwer an. Erst kurz bevor die Batterie den Geist auf gibt. Und dann meistens nur mit Fehlzündungen. Nach 20-30 Minuten, lässt sie sich wieder promlos starten.

 

Die Situation ist beim Tanken aber sehr ärgerlich.

Wenn  ich sie bergab anrollen lassen, läuft der Motor mit der ersten KW Umdrehung sofort an.

 

Es gibt hierzu mehrer Fehlerquelle die dafür verantwortlich sein können. Ich weiß nur nicht richtig, wie ich das im kalten Zustand prüfen kann.

 

Die Batterie hat beim Starten im kaltem Zustand ca. 11,5 V. Im heißen Zustand noch nicht geprüft.

Wie kann ich Starter, Zündung , Pickup, Zündkerzenstecker und was noch alles auf Fehler prüfen?

 

Mein nächster Schritt wird sein, nach einer heißen Fahrt mal mit einer Überbrückungsbatterie testen, ob sich da was ändert?

Das Ventilspiel könnte  ggf. auch verantwortlich sein´.

 

Ich weiß leider nicht, wie ich mich dem Problem nähern soll, 

 

Ist das vielleicht ein bekanntes Problem bei dem ich gezielt ein Bauteil testen oder tauschen soll.

 

Bin für jede Unterstützung dankbar.

 

Gruß Ralf

 

 

 

Geschrieben

Braucht also höhere Drehzahlen um anzuspringen, wenn der Motor warm ist. - Richtig? 

Springt sie kalt nur mit Startvergaser an? 

Wie lange muss der Startvergaser-Hebel dann gezogen bleiben bis sie rund läuft im kalten Zustand? 

Wie hoch ist die Leerlaufdrehzahl warm?

 

--> Vergaser Leerlaufdüsen-System würde ich jetzt vermuten. Wann wurde der Vergaser das letzte Mal gereinigt?

 

Gruß

Christian 

Geschrieben

Hallo Christian

Den Choke kann ich recht schnell wieder zurück schieben. Der Motor läuft dann auch gleich sehr ruhig und gleichmäßig. Leerlaufdrehzahl sind bei kalt und warm gleich.

Die Vergaser wurden bestimmt schon seit 10 Jahren nicht mehr gesäubert. Das Motorrad steht auch mehr als das es gefahren wird.

  • 3 Wochen später...
Geschrieben

Hallo @sprinti,

vermutlich liegt es am Pick Up.

Wenn die Batterie nur noch 11,5 V hat ist die eigentlich leer oder platt.

Mit so wenig Spannung macht der Pick Up kein ordentliches Signal mehr.

Und nach allem was Du geschrieben hast würde sich die Sprint bestimmt mal über eine ordentliche Inspecktion freuen & es mit zuverlässigem Laufverhalten quitieren.

  • 3 Wochen später...
Geschrieben

Meine Sprint 900 (Bj. 96) hat in diesem Frühjahr exakt die gleichen Zicken gemacht - kalt sofort da, warm nix zu machen.

 

Musste eh in die Werkstatt, Pickup war es nicht (warm wie kalt Werte im Soll).

 

Ventilspiel war noch in Ordnung.

 

Exaktes Problem hat mein Schrauber nicht gefunden, allerdings waren einige Stecker korrodiert und die Batterie nicht mehr ganz taufrisch - kann beides zusammen u.U. dazu reichen, dass der Anlasser zwar noch dreht, aber es nicht mehr für die Zündung reicht.

 

Vergaser wurden allerdings auch komplett überholt, noch ein paar poröse Benzinschläuche erneuert und ein paar Dinge mehr.

Läuft jetzt jedenfalls wieder wie neu - also auf die nächsten 30 Jahre und weitere 100tkm ... ;-)

Geschrieben
vor 23 Stunden schrieb Marco:

kann beides zusammen u.U. dazu reichen, dass der Anlasser zwar noch dreht, aber es nicht mehr für die Zündung reicht.

 

 

Hatte ich so vor langen Jahren mal so an meiner Trident. 
Batterie reichte für den Anlasser, aber wohl nicht für mehr. Erst neue Batterie brachte Abhilfe. 
Man soll die Mistdinger nicht unterschätzen.... :disapproval:
 

Geschrieben

Springt derzeit wieder akzeptabel an.

Vor 3 Wochen wurden von Eddy mal ein paar Dinge geprüft.

Batterie und Pickup gemessen, beide waren unauffällig.

Dabei ist aber aufgefallen, dass an einem Benzinschlauch  ein kleiner Knick war, der beseitigt wurde.

Am Unterdruckschlauch war auch eine Undichtigkeit, wobei nicht sicher war, ob der Riss erst beim Abziehen entstanden ist.

Was sich auch noch postiv auf das Startverhalten ausgewirkt hatte, wenn man den Starterknopf nur kurz drückte und nicht gedrückt hielt bis der Motor ansprang. Warum das einen Unterschied ausmachen sollte,  ist für mich nicht erklärbar.

Heute mal wieder eine etwas größere Tour gemacht und der Zustand hat sich deutlich verbessert. 

Geschrieben

@sprinti Freut mich dass es wieder akzeptabel funktioniert. Bei den 11,X Volt am Starterakku hab ich innerlich kurz gezuckt. Ich hab hier im Forum gelernt, dass man (wegen des berüchtigten Anlasserfreilaufs) auf einen möglichst gut geladenen Starterakku achten sollte der den Anlasser richtig zügig durchzieht und so den Anlasserfreilauf richtig in Schwung hält, dass die Sperrklinken ausgefahren bleiben so lange gestartet wird.

 

Ich hab vor Urzeiten hier im Forum mal mein seinerzeitiges nerviges Spezialproblem beschrieben. Meine 98er Sprint Exe ging in warmem Zustand (bspw. an der Ampel) immer mal wieder unvermittelt aus. War das der Fall, ging nix mehr, nur Zündung aus und wieder an, dann sprang sie beim ersten Mal sofort wieder an.

 

Mann - was hab ich alles geprüft und gesucht! Hier mal fürs Protokoll zusammengeschrieben

 

  • Pickup gemessen - ok- und penibel den Abstand auf 0,7 eingestellt (0,6 bis 0,8 ist angegeben).
  • Die Gill-Zündspulen kalt, warm und heißt hatten den korrekten Widerstandswert (meine Frau hat mich fast gevierteilt als sie die Spulen im Backofen bei guten 90° fand)
  • Ventilspiel war an einem Auslassventil leicht zu groß - korrigiert
  • (CVK)-Vergaser waren dreckig innen, Tank ebenso - beides überholt, den Tank sogar innen reinigen und beschichten lassen, ebenso die kleinen Filter in den Verbindungsleitungen der Vergaser gereinigt, Schwimmer geprüft und gewogen, Grundeinstellung gemacht
  • Benzinschläuche waren die originalen noch, aber dank des Werkstoffs Viton einwandfrei, nur gereinigt und wieder knickfrei eingebaut. Dabei den Benzinhahn überholt und samt Sieb(en) gereinigt
  • als die beiden vorigen Punkte erledigt waren, erst mal Vergaser richtig eingestellt (Tester) und synchronisiert (Twinmax), da lief sie im Betrieb erheblich besser. Aber "das Problem" war immer noch nicht weg. Argh...
  • Aus purer Verzweiflung eine der mit der Forumsaktion erstandenen PVL-Zündspulen genommen und eine nach der anderen der originalen Gill damit ersetzt und mit provisorischem Tank probegefahren (die Leute müssen mich für bekloppt gehalten haben). Dabei gemerkt, dass sie als Ersatz für eine der Originalspulen im Betrieb merkbar geschmeidiger lief. In dem Setup noch mal Zündung, Gemisch und Sync auch geprüft . Passte aber noch. So gelassen und wieder zusammengebaut. Seitdem ist das Problem nie wieder aufgetreten. 

 

Fazit:

 

war doch eine der (hier ein beliebiges Schimpfwort einfügen) originalen Gill-Zündspulen im Eimer. aber Messwerte waren ok. So wird man auch mal genarrt ... wer viel misst, misst Mist ;-)

 

Insgesamt hat die Aktion genervt ohne Ende aber letztlich war die "Kur" gut für die Kiste. Der Pickup ist viele Jahre später während der Winterpause dann "verstorben". War daran zu merken, dass sie trotz Kraftprotz-Akku-Hilfe ü-ber-haupt keinen Mucks gemacht hat. Dann den bei der o.g. Aktion mitgekauften PVL-Pickup eingebaut und -zack- lief wieder als ob nix gewesen wäre. Meiner Meinung nach kann man beim Pickup nur den Abstand und den Widerstandswert lt. Handbuch prüfen. Pickupbezogen: Entweder geht er völlig oder er geht gar nicht.

 

Beste Grüße

Stefan

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